Chiropraktik
Chiropraktik ist ein universitärer Medizinalberuf, der sich mit mechanischen Störungen der Wirbelsäule und der Gelenke befasst. Behandelt wird mit den Händen, nach klinischer Untersuchung und Diagnose. In der Schweiz ist keine Verordnung nötig, und die Grundversicherung übernimmt die Kosten.
Einer von fünf universitären Medizinalberufen
Chiropraktik gehört zusammen mit Humanmedizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Veterinärmedizin zu den fünf Berufen des Medizinalberufegesetzes (MedBG). Eine Chiropraktikerin stellt eine medizinische Diagnose und arbeitet in eigener fachlicher Verantwortung.
Daraus folgt beides: der direkte Zugang ohne Verordnung und die Übernahme durch die Grundversicherung.
Die Ausbildung
Sechs Jahre Studium an der Universität Zürich, danach die eidgenössische Prüfung. Zum selbstständigen Praktizieren kommen mindestens zwei Jahre Assistenzzeit und Weiterbildungskurse an der Schweizerischen Akademie für Chiropraktik in Bern hinzu, abgeschlossen mit einer weiteren Prüfung. Danach ist die Fortbildung jedes Jahr obligatorisch.
Was behandelt wird
Mechanische Beschwerden der Wirbelsäule und der Gelenke und ihre Folgen: Rücken und Nacken, Schulter und Arm, Hüfte und Bein, Spannungskopfschmerzen, Muskelverspannungen, Beschwerden in der Schwangerschaft.