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Chiropraktik oder Osteopathie?

Beides sind manuelle Therapien, und beide sind ohne Verordnung zugänglich. Der Unterschied liegt im rechtlichen Status: Chiropraktik ist ein universitärer Medizinalberuf nach MedBG und wird von der Grundversicherung übernommen, Osteopathie ist ein Gesundheitsberuf nach GesBG und wird über die Zusatzversicherung abgerechnet.

Was beide gemeinsam haben

Beide Berufe behandeln Beschwerden des Bewegungsapparats mit den Händen. Beide sind in der Schweiz reglementiert, beide führen einen geschützten Titel, und beide setzen einen Master voraus.

Keiner von beiden verlangt eine ärztliche Verordnung. Osteopathie ist wie Chiropraktik ein Beruf der Grundversorgung mit direktem Zugang. Das Gegenteil liest man oft; es stimmt nicht und sollte in Ihre Entscheidung nicht einfliessen.

Was sie unterscheidet

ChiropraktikOsteopathie
AusbildungSechs Jahre Universität Zürich, eidgenössische Prüfung, danach mindestens zwei Jahre Assistenzzeit und eine Weiterbildungsprüfung.Bachelor und Master of Science FH. Bis 2023 auch das interkantonale Diplom der GDK, dem Master gleichgestellt.
Rechtlicher RahmenMedizinalberufegesetz (MedBG) — einer von fünf universitären Medizinalberufen.Gesundheitsberufegesetz (GesBG). Titel seit 2013 geschützt.
Grundversicherung (KVG)Wird übernommen.Wird nicht übernommen.
ZusatzversicherungNicht nötig: die Grundversicherung deckt bereits.Darüber läuft die Rückerstattung, je nach Vertrag.
Ärztliche VerordnungNicht nötig.Nicht nötig.

Einzelheiten zur Kostenübernahme: Rückerstattung und Versicherung.

Was eine chiropraktische Konsultation umfasst

Da Chiropraktik unter das MedBG fällt, stellt eine Chiropraktikerin eine medizinische Diagnose und arbeitet in eigener Verantwortung. Ihre Ausbildung umfasst Anatomie, Neurologie und Radiologie. Sie kann eine Bildgebung veranlassen, wenn die Untersuchung es rechtfertigt.

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